Fast jeder Anbieter lockt mit einem niedrigen Preis fürs erste Jahr. Der Haken liegt im Verlängerungspreis, der meist deutlich höher ist — und genau den zahlen Sie über den Großteil der Lebensdauer Ihrer Website. Schauen wir uns an, wie Sie nicht auf das Marketing hereinfallen und die echten Kosten berechnen, nicht nur den auf der Startseite hervorgehobenen Preis.

Wie der Trick mit dem Einführungspreis funktioniert

Der Einführungspreis gilt typischerweise nur für die erste Abrechnungsperiode, meist das erste Jahr. Bei der Verlängerung kehrt der Preis zum regulären Tarif zurück, der bis zu dreimal höher sein kann. Aus beworbenen „1,50 € pro Monat" werden nach einem Jahr schnell 6 €. Daran ist nichts Illegales — es wird damit gerechnet, dass die meisten Kunden beim Anbieter bleiben, weil ihnen der Umzug einer Website als lästig erscheint.

Wo Sie den Preis finden

Anbieter zeigen den Verlängerungspreis nicht gern auf den ersten Blick. Suchen Sie ihn in den AGB, in der Preisliste unter einem Sternchen oder direkt im Warenkorb nach Wahl einer längeren Laufzeit. Wenn Sie ihn nirgends finden, ist das ein Warnsignal — und fragen Sie ruhig direkt den Support, was Sie ab dem zweiten Jahr zahlen.

Vorsicht auch bei Domain und „Gratis-Boni"

Dasselbe Prinzip gilt bei einer im ersten Jahr kostenlosen Domain oder bei Boni, die nach einem Jahr berechnet werden. Eine Gratis-Domain ist nur zu Beginn gratis, ab dem zweiten Jahr zahlen Sie sie normal, manchmal teurer als separat. Prüfen Sie daher, auf wen die Domain registriert ist und was sie bei der Verlängerung kostet. Das Thema Gesamtkosten behandeln wir im Artikel Was kostet eine Website pro Jahr.

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Internationales Hosting mit niedrigen Einführungspreisen — ein Musterbeispiel, bei dem sich die Prüfung des Verlängerungspreises besonders lohnt.
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Berechnen Sie die echten Kosten

Schauen Sie nicht nur auf den Preis des ersten Jahres, sondern auf die Summe über drei bis fünf Jahre Betrieb. Erst dann sehen Sie, welches Hosting wirklich günstig ist. Manchmal zahlt sich ein höherer Einführungspreis mit niedriger Verlängerung mehr aus als die umgekehrte Kombination. Eine einfache Regel: Rechnen Sie immer „was es über drei Jahre kostet", nicht „was ich jetzt zahle".

Es hilft, mit konkreten Zahlen zu rechnen. Ein Tarif für 1,50 €/Monat im ersten Jahr und 6 €/Monat bei der Verlängerung kostet Sie über drei Jahre rund 162 €. Ein konkurrierender Tarif für pauschal 4 €/Monat, der sich nicht ändert, kostet im selben Zeitraum etwa 144 € — also günstiger, obwohl er auf den ersten Blick teurer wirkt. Genau diese Rechnung ist der Grund, weiter zu schauen als auf den Einstiegspreis.

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Deutscher Anbieter mit transparenter Preisgestaltung für Hosting und Domains — praktisch, wenn Sie das Langzeitbudget im Blick haben.
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Nicht jeder Rabatt ist gleich

Nicht jeder Einführungspreis ist eine Falle — es geht um die Differenz zwischen Einstiegs- und Verlängerungstarif. Ein moderater Rabatt fürs erste Jahr ist ein normaler, fairer Anreiz. Das Problem beginnt, wenn der Einstiegspreis ein Bruchteil der Verlängerung ist und darauf setzt, dass Sie den Unterschied nicht bemerken. Das erkennen Sie leicht: Ein fairer Anbieter nennt den Verlängerungspreis klar, ein problematischer versteckt ihn. Die Transparenz der Preisliste ist an sich ein guter Hinweis auf den Charakter des Anbieters.

Einmal im Jahr lohnt sich ein Preischeck

Einführungspreise haben noch eine Folge: Oft zahlen die treuesten Kunden am meisten — jene, die seit Jahren nicht prüfen, was sie eigentlich zahlen. Es lohnt sich daher, einmal im Jahr — etwa vor der Verlängerung — zu prüfen, was Sie für Hosting und Domain tatsächlich ausgeben, und das mit dem aktuellen Markt zu vergleichen. Sie müssen nicht gleich den Anbieter wechseln; manchmal genügt es, dem Support zu sagen, dass Sie einen Wechsel erwägen, und Sie erhalten einen besseren Preis. Diese paar Minuten zahlen sich leicht in gesparten Euro pro Jahr aus.

Und wenn Sie trotzdem gehen wollen

Wenn Sie der Verlängerungspreis unangenehm überrascht, sind Sie nicht in der Falle — Website und Domain lassen sich woanders hin umziehen. Wie das ohne Ausfall geht, beschreiben wir in den Artikeln Website-Migration Schritt für Schritt und Domain zu einem anderen Registrar umziehen. Die bloße Möglichkeit zu gehen ist zudem Ihr bester Verhandlungstrumpf — manche Anbieter bieten beim Gang zur Kündigung einen besseren Preis.